Weiterbildungen für Arbeitssuchende

Weiterbildungen für Arbeitssuchende können oftmals helfen, das berufliche Potenzial auszuschöpfen und den Grundstein für eine aussichtsreiche Karriere zu legen.

Nicht selten scheitert der berufliche Werdegang an fehlenden Qualifikationen, die sich auf diese Art und Weise nachholen lassen. Sind beispielsweise seit der Berufsausbildung und letzten Berufstätigkeit einige Jahre vergangen, sind betroffene Arbeitssuchende typischerweise nicht mehr auf dem Laufenden, was potenzielle Arbeitgeber durchaus abschrecken kann. Diese wünschen sich Mitarbeiter/innen, die den Anforderungen des beruflichen Alltags vollends gewachsen sind. Zudem sollten diese mit Engagement, Ehrgeiz, Disziplin und Motivation punkten können. Wer während seiner Arbeitslosigkeit, eine einschlägige Weiterbildung mit Erfolg abgeschlossen hat, kann hier auf ganzer Linie punkten. Weiterbildungen für Arbeitssuchende können sich somit auf mehreren Ebenen bewähren und verhindern, dass Betroffene den Anschluss an die Arbeitswelt verlieren und vollkommener Antriebslosigkeit verfallen.

Weiterbildungen für Arbeitssuchende erfüllen folglich gleich mehrere Funktionen. Zunächst dienen sie dem Ausbau des individuellen Qualifikationsprofils und sorgen so für einen Ausbau beziehungsweise einer Aktualisierung des beruflichen Wissens. Gleichzeitig ist nicht zu verachten, dass Arbeitssuchende durch die Teilnahme an einer Weiterbildung einen strukturierten Alltag erleben und zugleich ihren festen Willen unter Beweis stellen können, um langfristig der Arbeitslosigkeit und damit verbundenen Abhängigkeit vom Amt entfliehen zu können.

Top 10 Weiterbildungen für Arbeitssuchende

Dass Weiterbildungen für Arbeitssuchende in besonderem Maße Sinn machen, steht angesichts der positiven Effekte solcher Qualifizierungen außer Frage. Gleichzeitig ist aber zu beachten, dass nicht jeder Kurs gleichermaßen effektiv ist. Es passiert leider immer wieder, dass Arbeitssuchende in Maßnahmen gesteckt werden, die nur wenig mit ihrem konkreten beruflichen Werdegang zu tun haben. Nicht selten entsteht der Eindruck, dass die Zwangsteilnahme an solchen Lehrgängen vor allem dem Zweck dient, leere Kurse zu füllen. Zudem wird dies oftmals als Beschäftigungstherapie gesehen. Arbeitssuchende fügen sich aber dennoch häufig, um ihre Kooperationsbereitschaft zu untermauern. Grundsätzlich ist dies eine positive Haltung, doch zugleich ist zu bedenken, dass nicht jeder Kurs gleichermaßen sinnvoll ist. Obgleich Arbeitssuchende grundsätzlich viel Zeit haben, sollten sie ihre Zeit und Energie nicht für sinnlose Qualifizierungen verschwenden. Wer hier Eigeninitiative zeigt und sich selbst auf die Suche nach vielversprechenden Weiterbildungen begibt, hat im Allgemeinen gute Chancen, Einfluss zu nehmen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, welche Weiterbildungen für Arbeitssuchende Sinn machen. Pauschal lässt sich dies zwar kaum beantworten, weil hier die bisherigen beruflichen Kenntnisse und Kompetenzen ebenso wie die Pläne für die berufliche Zukunft maßgebend sind.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Qualifizierungen, die sich in besonderem Maße anbieten. So lassen sich die folgenden Top 10 unter den Weiterbildungen für Arbeitssuchende nennen:

  • Schulabschluss nachholen
    Der richtige Schulabschluss stellt die Weichen für eine aussichtsreiche Karriere, so dass es zuweilen naheliegt, den Schulabschluss nachzuholen, um der Arbeitslosigkeit zu entfliehen.

  • Bewerbungstraining
    Wenn es um eine Weiterbildung für Arbeitssuchende geht, setzt die Agentur für Arbeit vielfach auf ein Bewerbungstraining. Die Teilnehmer/innen verfassen im Zuge dessen Bewerbungsschreiben, simulieren Assessment-Center und üben zudem die Situation eines Vorstellungsgesprächs.

  • EDV-Kurse
    Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet immer weiter voran und ist vor allem für all diejenigen, die bereits länger aus dem Beruf raus sind, gewissermaßen Neuland. Als Weiterbildungen für Arbeitssuchende bieten sich daher vielfach EDV-Kurse an, die den Teilnehmern die moderne IT sowie deren Anwendung im beruflichen Umfeld näherbringen.

  • Englisch-Kurse
    Die heutige Arbeitswelt kommt globalisiert und international daher, so dass zumindest grundlegende Englisch-Kenntnisse vielfach vorausgesetzt werden. Arbeitssuchende, die damit nicht punkten können oder ihre Fremdsprachenkompetenz ausbauen möchten, können während der bestehenden Arbeitslosigkeit beispielsweise den einen oder anderen Englisch-Kurs absolvieren.

  • Projektmanagement
    Kenntnisse in Sachen Projektmanagement können praktisch immer von Vorteil sein, denn in nahezu allen Berufsfeldern kann projektbasierte Arbeit zum Alltag gehören. Dementsprechend kann sich eine Qualifizierung in Sachen Projektmanagement für Arbeitssuchende grundsätzlich bewähren.

  • Berufsausbildung in Teilzeit
    Eltern und Pflegende, bei denen es an einer aussichtsreichen Berufsausbildung hapert, können mitunter eine Berufsausbildung in Teilzeit absolvieren. Dabei handelt es sich zwar um keine Weiterbildung im eigentlichen Sinne, aber um eine vielversprechende Maßnahme, die die Basis für einen aussichtsreichen Werdegang schafft.

  • Umschulung
    Wer nicht aufgrund der Pflege eines Angehörigen oder wegen der Erziehung der eigenen Kinder zeitlich eingeschränkt ist, aber dennoch zunächst eine grundlegende Qualifizierung benötigt, liegt mit einer Umschulung goldrichtig und kann im Zuge einer solchen Qualifizierung zunächst einen Berufsabschluss erlangen.

  • Aufstiegsweiterbildungen
    Arbeitssuchende können die Zeit der Erwerbslosigkeit auch nutzen, um ihre berufliche Qualifikation auszubauen und eine anerkannte Aufstiegsweiterbildung zu absolvieren. Mithilfe einer solchen Fortbildung kann man die eigene Karriere vorantreiben.

  • Studium
    Zuweilen bietet sich auch ein akademisches Studium als Weiterbildung für Arbeitssuchende an. Die zunehmende Akademisierung sowie die allgemein positiven Aussichten für Akademiker/innen sind hier schlagende Argumente.

  • Existenzgründerseminare
    Arbeitssuchende träumen zuweilen von einer beruflichen Selbständigkeit und können mitunter auch entsprechende Förderungen in Anspruch nehmen. Als passende Weiterbildungen bieten sich dann Existenzgründerseminare an, die den Teilnehmern das Rüstzeug für den Start in die Selbständigkeit vermitteln.

Sieben wertvolle Tipps für eine Weiterbildung für Arbeitssuchende


Weiterbildungen für Arbeitssuchende sind ein Milliardengeschäft, so dass hier zuweilen die Sinnhaftigkeit einer Maßnahme durchaus infrage gestellt werden kann. Es entsteht manchmal der Eindruck, den Arbeitsvermittlern sei es vor allem wichtig, Arbeitssuchende in Maßnahmen unterzubringen, ohne Rücksicht auf den persönlichen Werdegang des Betroffenen. So kommt es immer wieder dazu, dass Erwerbslose in Maßnahmen gesteckt werden, die sie kaum weiterbringen. Da dies für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend sein kann, ist Eigeninitiative auf Seiten der Arbeitssuchenden gefordert. Die folgenden Tipps bilden dabei gewissermaßen den roten Faden:

  • Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Sachbearbeiter
  • Nutzen Sie die Zeit der Arbeitslosigkeit für Qualifizierungen
  • Schlagen Sie selbst Weiterbildungen vor
  • Entwickeln Sie konkrete Berufsziele
  • Informieren Sie sich über die Fördermöglichkeiten
  • Erwähnen Sie Weiterbildungen im Lebenslauf
  • Behalten Sie den Arbeitsmarkt im Blick

Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung haben durchaus ihren Sinn und Zweck, doch Arbeitssuchende sollten sich nicht einfach ihrem Schicksal fügen und die angebotenen Kurse zunächst kritisch hinterfragen. Nicht selten können sie eigene Vorschläge unterbreiten und für diese die diversen Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen, sofern es ihnen gelingt, den Sachbearbeiter beziehungsweise die Sachbearbeiterin mit schlüssigen Argumenten zu überzeugen.


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